Foto: 1 x DMZ-Archiv, 1 x Udo Kraus, 1 x Michaelis-Verlag Berlin

Ungleicher Kampf

29. Oktober 2012

Die SS-„Totenkopf“-Division bei Arras 1940

Der deutsche Blitzkrieg hat bis heute sowohl im Polen- als auch im Westfeldzug den Eindruck eines unaufhalt­samen Siegeszuges der deutschen Truppen hinterlassen. Und das, obwohl das Kräfteverhältnis zunächst alles andere als eindeutig war, denn sowohl die Polen als auch die West­alliierten verfügten über qualitativ starke Armeen. In ei­nigen Fällen gelang es dem Gegner sogar, hartnäckigen Widerstand zu leisten und Erfolge gegen die heranrückenden deutschen Truppen zu erringen. So zum Beispiel vom 15. bis 18. Mai 1940 bei Stonne, wo die deutsche 10. Panzerdivision und das Infanterieregiment „Großdeutschland“ den Gegenangriff der 2. französischen Armee unter General Charles Hunziger blutig abwiesen, oder bei Arras am 21. Mai 1940, als die 7. Panzerdivi­sion unter Erwin Rommel und die Panzerjäger sowie Aufklärungsabteilung der SS-„Totenkopf“-Division sich eines britisch-französischen Panzerangriffes in die Flanke der zum Kanal stürmenden deutschen Truppen zu erwehren hatten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nimbus Waffen-SS

29. Oktober 2012

DMZ-Zeitgeschichte: Herr Demory, Sie gehören zu einer sogenannten „Reenactment“-Gruppe in den USA, die die 1. SS-Panzerdivision „Leibstandarte-SS Adolf Hitler“ darstellt. Woher kommt die Begeisterung für Geschichte, insbesondere für die des Zweiten Weltkrieges?
Ich denke, es gibt sehr viele geschichtsbegeisterte Menschen – einige davon picken sich eine bestimmte Zeit heraus, die sie besonders interessiert. Diese Menschen machen diese Periode zu einem Teil ihres Lebens. Und ein Weg, dies zu tun, ist das sogenannte „Reenacting“ – also das originalgetreue Nachstellen. In den USA ist dies übrigens mittlerweile weit verbreitet – und auch ein gutes Geschäft! Diesen Beitrag weiterlesen »

„Panzerknacker“ der ersten Stunde

29. Oktober 2012

SS-Unterscharführer Ewald Ehm

Am 5. Juni 1941 verlegte die SS-Division (mot.) „Reich“ für den bevorstehenden Rußland-Feldzug ins Generalgouvernement zum XXXXVI. Panzerkorps, das der Panzergruppe 2 unterstellt war. Zunächst östlich Lublin versammelt und als Korps­reserve verwendet, erhielt der Verband am 26. Juni 1941 – nur vier Tage nach dem Kriegs­beginn mit der UdSSR – den Auftrag, das Gelände zwischen den sowjetischen Rollbahnen 1 und 2 von zurückgeblie­benen und versprengten Feindteilen zu säubern. Auf diesen vollkommen überfüllten Straßen standen die motorisierten deutschen Kolonnen teilweise stundenlang ohne jedes Vorwärtskommen.
Am 28. Juni 1941 sollten die Einheiten aus dem inzwischen erreichten Raum Sluzk und Kopyl in Richtung Minsk vorstoßen. Am nächsten Tag kam es zur ersten Kampf­berührung der 19.021 Mann starken Division bei Losza. Am 1. Juli 1941 erreichten die Einheiten Tscherwen. Während das SS-Infanterie­regiment 11 mit dem Durchkämmen der Wälder beauftragt wurde, stießen die anderen Truppenteile über die Be­resina auf den ­Dnjepr vor. Diesen Beitrag weiterlesen »

Im märkischen Sand

14. Mai 2012

Ausbildung von Führerbewerbern an der SS-Artillerieschule I ab Sommer 1944

Mit Wirkung vom 1. Dezember 1941 befahl das SS-Führungshauptamt für die Artillerieregimenter – die Gesamtstärke aller Regimenter zusammengenommen betrug immerhin über 12.000 Mann – der bis dato bestehenden ersten sechs SS-Divisionen eine SS-Artillerie-Meß-Schule in Glau bei Trebbin aufzustellen. Erster Schulkommandeur war SS-Oberführer Dr. Otto Schwab. Hier im Landkreis Teltow-Fläming, zirka 35 Kilometer südlich von Berlin, sollten in erster Linie Führer und Unterführer im artilleristischen Vermessungswesen für den Einsatz in so­genannten Artillerievermessungstrupps (AVT), in der Kartographie (hier folgte die Verwendung später oft auch in den Divisionskartenstellen) sowie in Licht- und Schallmeßtechnik ausgebildet werden. Hierzu bestanden auch zwei Artilleriebatterien mit leichten Feldhaubitzen 10,5 cm. Im Gegensatz zu den Licht- und Schallmeßtrupps, die gegnerische Artillerie-Stellungen orten sollten, koppelten die Artillerievermessungstrupps die eigenen Feuerstellungen, vermaßen Wechsel- sowie Beobachtungsstellungen und errechneten Grundrichtungs- und Richtungspunkte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Waffen-SS-Division „Galizien“

14. Mai 2012

Freiwillige aus der Ukraine kämpfen für einen unabhängigen Staat

In der Ukraine empfanden nicht wenige Menschen den Einmarsch deutscher Truppen im Sommer 1941 als reine Befreiung vom stalinistischen Terror. Viele hegten die Hoffnung, ihre staatliche Unabhängigkeit mit deutscher Hilfe zu erlangen.

Jedoch war es den vor Ort befindlichen Wehrmacht­befehlshabern verboten, die weit verbreitete Kollaborations­bereitschaft für deutsche Zwecke zu nutzen. Die Größe des zu beherrschenden Raumes und die Notwendigkeit, sich die speziellen Kenntnisse der Einheimischen zunutze zu machen, führten auf Einheits­ebene jedoch zur Einstellung sogenannter Hilfswilliger („Hiwis“) in die Verbände und zur Aufstellung von Sonderverbänden aus Überläufern und Kriegsgefangenen, die sich mit der Sicherung des Hinterlandes zu befassen hatten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Panzerschlacht bei Prochorowka

14. Mai 2012

Die Operation „Zitadelle“ am 12. Juli 1943

Unter den vielen Mythen des Zweiten Weltkrieges stehen die Schlacht bei Kursk und besonders die Panzerschlacht bei Prochorowka als „Grab der deutschen Panzerwaffe“ ganz sicherlich an erster Stelle. Dieser Mythos beruht im Prinzip auf der sowjetischen Version der Schlacht, der zum großen Propaganda-Epos vom „Überfall auf die friedliebende Sowjetunion“ und Heldentum der Sowjetmenschen gehört. Diesen Beitrag weiterlesen »